Acht Felder der Veränderung / Feld N° 8

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Unser
Zweck:
Der
Wandel.
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Das ist jetzt schon frech, und viel Zustimmung werden wir nicht kriegen. Wir bleiben aber dabei: Wandel muss als Unternehmenszweck (an)erkannt werden. Er gehört in die Statuten geschrieben. Warum? Weil Wandel sonst nicht erst genommen wird: »Ja ja, wir ändern schon was, morgen dann. Oder übermorgen. Wenn wir dazu kommen.« Kein Unternehmen würde sowas von seinen Produkten und Dienstleistungen sagen: Machen wir schon, gelegentlich. Also muss der Wandel in den Unternehmenszweck geschrieben werden, mit dicken Lettern muss da stehen: WIR SIND DA, UM UNS ZU VERÄNDERN. Jetzt kann keiner mehr sagen: Morgen. Schon gar nicht: Wusst ich nicht.

An dem, was der Schriftsteller Ted Chiang da sagt, gefällt uns besonders die Dringlichkeit; es ist die Dringlichkeit, die auch der Idee der Veränderung zugrunde liegen muss:

// Four things do not come back: the spoken word, the sped arrow, the past life, and the neglected opportunity. //

Ted Chiang
Amerikanischer Schriftsteller

Immanuel Kant’s berühmte Schrift »Was ist Aufklärung?« – »Der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit«. So ähnlich ließe sich auch unser Dokument denken: »Was ist der Zweck unseres Unternehmens?« – »Die Veränderung«.

Beantwortung der Frage:
Was ist Aufklärung?

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes zu bedienen. Selbst verschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere Aude! Habe den Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

2.
Sich
immer
Wandeln.

Wandel
als Zweck.